Gesundheitsamt legt aktuelle Fakten zur Kindergesundheit vor


Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick  

  • Bei mehr als jedem dritten Kind wird seit Einführung der Kita-Untersuchung eine Sprachauffälligkeit oder -störung dokumentiert.  
  • Für 12,1 % der Jungen und 7,7 % der Mädchen wurden im Rahmen der Kita-Untersuchung heilpädagogischer Förderbedarf festgestellt.
  • Sprachauffälligkeiten und -störungen werden auch im Rahmen der Schulaufnahmeuntersuchungen am häufigsten dokumentiert, danach folgen feinmotorische Defizite (ca. bei jedem vierten Schulanfänger), Herabsetzung der Sehschärfe und emotional-psychosoziale Verhaltensauffälligkeiten.  
  • Für Jungen werden häufiger sonderpädagogische Fördermaßnahmen empfohlen. 2009/10 wurde bei 12,3 % der Jungen und 6, 3 % der Mädchen sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt. Bei über 40 % dieser Kinder wurden Sprachstörungen als Grund dieser Empfehlung angegeben.
  • Die Untersuchungsergebnisse der Schüler der 2. Klassen zeigen eine Zunahme auffälliger Befunde an Extremitäten  und  Gelenken,  aber auch Atopien, mehr Schüler mit Haltungsschwäche und Sprachdefiziten wurden registriert.
  • In der Klassenstufe 6 haben neben den allergischen Erkrankungen vor allem orthopädische Erkrankungen zugenommen.  
  • Mit zunehmendem Alter der Kinder nimmt der Anteil der übergewichtigen und adipösen Kinder deutlich zu. Jungen sind hier ebenfalls häufiger betroffen als Mädchen.