Gesundheitsamt legt aktuelle Fakten zur Kindergesundheit vor
Freitag, 29. April 2011 | AGFT-Koordinierungsstelle
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
- Bei mehr als jedem dritten Kind wird seit Einführung der Kita-Untersuchung eine Sprachauffälligkeit oder -störung dokumentiert.
- Für 12,1 % der Jungen und 7,7 % der Mädchen wurden im Rahmen der Kita-Untersuchung heilpädagogischer Förderbedarf festgestellt.
- Sprachauffälligkeiten und -störungen werden auch im Rahmen der Schulaufnahmeuntersuchungen am häufigsten dokumentiert, danach folgen feinmotorische Defizite (ca. bei jedem vierten Schulanfänger), Herabsetzung der Sehschärfe und emotional-psychosoziale Verhaltensauffälligkeiten.
- Für Jungen werden häufiger sonderpädagogische Fördermaßnahmen empfohlen. 2009/10 wurde bei 12,3 % der Jungen und 6, 3 % der Mädchen sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt. Bei über 40 % dieser Kinder wurden Sprachstörungen als Grund dieser Empfehlung angegeben.
- Die Untersuchungsergebnisse der Schüler der 2. Klassen zeigen eine Zunahme auffälliger Befunde an Extremitäten und Gelenken, aber auch Atopien, mehr Schüler mit Haltungsschwäche und Sprachdefiziten wurden registriert.
- In der Klassenstufe 6 haben neben den allergischen Erkrankungen vor allem orthopädische Erkrankungen zugenommen.
- Mit zunehmendem Alter der Kinder nimmt der Anteil der übergewichtigen und adipösen Kinder deutlich zu. Jungen sind hier ebenfalls häufiger betroffen als Mädchen.
Bericht "Daten und Fakten zur Kindergesundheit in der Stadt Leipzig 2011": www.leipzig.de/imperia/md/content/53_gesundheitsamt/kindergesundheitsbericht_2011.pdf

