Leipziger Streetworker sehen Arbeit gefährdet
Montag, 12. September 2011 | AGFT-Koordinierungsstelle
Unter dem Motto „Streetwork 2.016 – Nicht von Pappe!?“ machen die freien Träger, die in der Stadt Leipzig Mobile Jugendarbeit/ Streetwork praktizieren, auf eine gefährliche Entwicklung aufmerksam.
Stück für Stück verringerte sich in den letzten Jahren die finanzielle Förderung der Streetwork-Projekte. Dies geschah entweder durch reale Kürzungen oder durch eine Stagnation der Förderbeträge, was bei steigenden Kosten einer „versteckten“ Kürzung gleich kommt.
Die Folge sind Arbeitszeitverkürzungen, wodurch den fünf an der Aktion beteiligten Vereinen in diesem Jahr bereits 1.881 Stunden weniger für die Sozialarbeit mit den Jugendlichen zur Verfügung stehen. Wird diese Abwärtsspirale nicht gestoppt, könnte das Budget in wenigen Jahren nur noch für ein paar Streetworker aus Pappe reichen.
Als warnendes Symbol dafür, wie die Arbeit der Streetworker im Jahr 2016 aussehen könnte, wenn jetzt und in Zukunft in Leipzig an der falschen Stelle gespart wird, übergeben wir vor der kommenden Stadtratssitzung jeweils einen lebensgroßen, blauen Papp-Streetworker an die Fraktionen. Die Vorsitzenden der Fraktionen sind zu dieser Übergabe eingeladen worden.
Näheres zur Initiative „Streetwork 2.016 – Nicht von Pappe!?“ und den beteiligten Vereinen unter: www.facebook.com/streetwork2016


